Anklage gegen Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz eingereicht

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KMU- Wirtschaft
Quelle: bz Basel

Der Finanzblog «Insideparadeplatz» vermeldet, dass sich der ehemalige CEO der Genossenschaftsbank 2021 vor Gericht verantworten muss.

(rom) Kommt es zur Anklage gegen Pierin Vincenz oder nicht? Dieser Frage widmeten sich in den letzten Monaten zahlreiche Artikel. Mal hiess es, es kommt zu Anklage, mal hiess es, der Ex-Raiffeisenchef suche einen Vergleich. Gemäss dem jeweils gut informierten Finanzblog «Insideparadeplatz» soll es nun definitiv zur Anklage kommen.

Die Zürcher Staatsanwaltschaft habe die Anklage eingereicht und werde am Dienstag die Öffentlichkeit informieren. Zum Prozess gegen Vincenz soll es 2021 kommen.

Neben Pierin Vincenz sei auch sein Kompagnon Beat Stocker angeklagt. Insgesamt sollen gar acht Personen auf der Anklagebank Platz nehmen müssen. Neben den beiden Hauptverdächtigen seien dies Anwälte, Berater und Treuhänder.

Vincenz soll bei Doppelspiel abkassiert haben

Die Staatsanwaltschaft wirft dem ehemaligen Raiffeisen-Chef ungetreue Geschäftsbesorgung vor. Er soll bei Firmenübernahmen der Kreditkartengesellschaft Aduno und der Investmentgesellschaft Investnet ein Doppelspiel gespielt und persönlich abkassiert haben. Vincenz bestritt die Vorwürfe. Ermittelt wird aber nicht nur gegen den früheren Banken-Chef und das ehemalige Mitglied des Aduno-Verwaltungsrats, Beat Stocker, sondern auch gegen drei weitere Personen aus dem beruflichen Umfeld von Vincenz. Auslöser für das Strafverfahren ist eine Anzeige von Aduno vom Dezember 2017. Bekannt ist aus einem Gutachten, dass Vincenz 2005 an einer Firmenübernahme der von ihm präsidierten Aduno rund 1,7 Millionen Franken verdient hat.

Quelle: bz Basel