Bankiervereinigung bedauert Austritt von Raiffeisen Schweiz

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KMU- Wirtschaft

Raiffeisen Schweiz hat sich entschieden, die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) per Ende März 2021 zu verlassen und ihre Interessen künftig eigenständig zu vertreten. «Die SBVg bedauert diesen Entscheid ausdrücklich», sagt Jörg Gasser, CEO der SBVg, und ergänzt: «Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam für unseren Finanzplatz mehr erreichen können. Wir halten deshalb die Türen für Raiffeisen weiterhin offen.»

  • Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) vereint als Dachverband sämtliche acht Bankengruppen und damit nahezu alle Banken in der Schweiz.
  • Die SBVg bedauert den Entscheid von Raiffeisen Schweiz, den Verband per Ende März 2021 zu verlassen.
  • Der Verband ist auch in Zukunft offen für die Mitgliedschaft von Raiffeisenbanken und deren Mitarbeitenden.
  • Die SBVg wird in Zukunft sieben von acht Bankengruppen vertreten und bleibt damit die führende und repräsentative Stimme der Bankenbranche als Ganzes.
  • Der Bankenplatz Schweiz zeichnet sich sowohl durch eine breite Verankerung im Inland als auch durch ein starkes internationales Geschäft aus. Die SBVg wird sich auch in Zukunft sowohl für attraktive Rahmenbedingungen im Inland als auch für optimale internationale Finanzbeziehungen einsetzen.
  • Dank einer gemeinsamen Positionierung konnten in den vergangenen Jahren gerade auch für die inlandorientierten Banken wesentliche Erfolge und Fortschritte erzielt werden, wie beispielsweise das Kleinbankenregime (Erleichterungen für kleine Banken), der verstärkte Einbezug der Branche bei FINMA-Regulierungen oder die federführende Koordination des KMU-Kreditprogramms.
  • Die SBVg wird sich weiterhin für das Gesamtinteresse des Bankenplatzes engagieren. 

Mit konsolidierter Position die Interessen der Branche vertreten

Die Bankiervereinigung vereint als Dachverband sämtliche Bankengruppen (Grossbanken, Kantonalbanken, Auslandsbanken, Raiffeisenbanken, auf Börsen-, Effekten- und Vermögensverwaltungsgeschäfte spezialisierte Banken, Regionalbanken und Sparkassen, Privatbanken und weitere Banken). Sie hat die Aufgabe, die Interessen der unterschiedlichen Bankengruppen zu bündeln und im Gesamtinteresse des Bankenplatzes eine gemeinsame Position der Branche zu formulieren. Behörden, Politik und Öffentlichkeit erwarten von der Branche eine konsolidierte Positionierung und eindeutige Stimme des Bankensektors.

Erfolgreiche Interessensvertretung für alle Bankengruppen

Die SBVg hat es in den vergangenen Jahren erfolgreich geschafft, gemeinsam mit allen verschiedenen Bankengruppen Kompromisse zu erzielen und so mit einer Stimme gegenüber den Anspruchsgruppen aufzutreten. Gerade auch für die inlandorientierten Banken konnten wesentliche Erfolge und Fortschritte erzielt werden, wie beispielsweise das Kleinbankenregime (Erleichterungen für kleine Banken), der verstärkte Einbezug der Branche bei FINMA-Regulierungen (FINMA-Verordnung), die federführende Koordination der SBVg beim KMU-Kreditprogramm oder das gemeinsame Positionspapier zur Proportionalität.

Die Finanzmarktregulierung ist heute sehr stark international geprägt. Internationale Standards haben auch Auswirkungen auf die nationale Regulierung. Alle Banken sind von internationalen Regulierungstrends betroffen. Entsprechend ist es für die SBVg weiterhin zentral, sowohl in der Schweiz wie auch international eine starke Stimme zu haben.

Die SBVg ist überzeugt, dass vor allen Dingen gemeinsame und konsolidierte Positionen den Bankenplatz als Ganzes voranbringen.

Quelle: Schweizerische Bankiervereinigung