Beachtliche Erholung beim Schweizer Aussenhandel

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KMU-Wirtschaft

Nach dem Einbruch im Frühling hat sich der Schweizer Aussenhandel kräftig erholt. Die Exporte stiegen im dritten Quartal um 6,5 Prozent, die Importe gar um 11,5 Prozent.

(wap) Im dritten Quartal exportierte die Schweiz Güter im Wert von 53,6 Milliarden Franken. Dies meldete die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag. Damit seien die Exporte etwa auf dem Niveau von vor drei Jahren angelangt. Gegenüber dem ersten Halbjahr, in dem die Weltwirtschaft wegen Grenzschliessungen und Lockdowns eingebrochen war, bedeute dies eine klare Verbesserung, so die EZV. Saisonbereinigt stiegen die Exporte um 6,5 Prozent. Das Plus geht dabei auf die Sommermonate Juli und August zurück, im September wurde wieder ein Minus von saisonbereinigt 1,9 Prozent verzeichnet. Im zweiten Quartal waren die Exporte um 11,6 Prozent eingebrochen, was einem Minus von 6,6 Milliarden Franken entspricht.

Bei den Importen gab es im dritten Quartal ein kräftiges Plus von 11,5 Prozent. Die Einfuhren stiegen auf 45,4 Milliarden Franken. Dies liege allerdings noch immer 7,2 Milliarden Franken unter dem einstigen Höchststand, so die EZV. Die Handelsbilanz verzeichnete einen Überschuss von 8,2 Milliarden Franken.

Starkes Plus in Asien und Nordamerika

Das stärkste Wachstum resultierte bei Uhren, Bijouterie und Juwelierewaren. In diesen Branchen war der Export während der Krise im Frühling besonders stark eingebrochen. Das Vorkrisenniveau sei hier aber noch nicht erreicht, schreibt die EZV. Insgesamt konnte die Schweizer Exportwirtschaft in allen wichtigen Absatzmärkten zulegen: In Asien um 16,4 Prozent, in Nordamerika um 14,3 Prozent und in Europa um 7,4 Prozent.

Bei den Importen profitierte die Fahrzeugbranche am meisten von der Erholung. Die Einfuhr von Fahrzeugen stieg um fast zwei Milliarden Franken, wovon 1,1 Milliarden Personenautos betrafen. Stark gestiegen ist die Einfuhr in der chemisch-pharmazeutischen Branche (430 Millionen Franken), der Maschinenindustrie (346 Millionen Franken) und bei den Metallen (268 Millionen Franken). Die Einfuhren aus Nordamerika legten um 16,9 Prozent zu, jene aus Europa um 13,8 Prozent. Dagegen stagnierten die Einfuhren aus Asien, jene aus China gingen gar um 310 Millionen Franken zurück.

Quelle: bz Basel