Corona belastet weiterhin Umsatz und Gewinn von Schindler

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KMU Wirtschaft

Der Lift- und Rolltreppenhersteller verzeichnete von Januar bis September 2020 einen Umsatz- und Gewinnrückgang. Auch für das Gesamtjahr 2020 erwartet Schindler einen Rückgang beim Umsatz.

(dpo) Schindler verzeichnete in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020 einen Umsatzrückgang von 6,6 Prozent auf 7,7 Milliarden Franken. Dabei sei der Umsatz vor allem in der Region Amerika gesunken, wie der Lift- und Rolltreppenhersteller am Freitag mitteilt. Die schwierige Weltwirtschaftslage habe sich weiterhin negativ auf die Baubranche ausgewirkt, so dass Schindler für das dritte Quartal 2020 eine Rückgang des Umsatzes um 2,5 Prozent auf 2,75 Milliarden meldet.

Das Betriebsergebnis des Unternehmens mit Sitz im luzernischen Ebikon ging von Januar bis September 2020 ebenfalls um rund einen Fünftel auf 734 Millionen zurück. Dabei seien Restrukturierungskosten von 96 Millionen für eine Fabrikschliessung in Spanien und dem Programm zur Kostenoptimierung mit eingerechnet. Der Konzerngewinn sank in den ersten neun Monaten von 2020 um 132 auf 548 Millionen und das Betriebsergebnis sank im dritten Quartal um 4,3 Prozent auf 313 Millionen, wie Schindler weiter schreibt.

Negative Umsatzentwicklung für Gesamtjahr 2020 erwartet

Schindler schätzt, dass die Coronapandemie wohl weiterhin einen negativen Einfluss auf die Märkte für Aufzüge und Fahrtreppen haben werde. Daher erwartet das Unternehmen für das Gesamtjahr 2020 eine Umsatzentwicklung zwischen 0 und –3 Prozent in Lokalwährungen im Vergleich zum Vorjahr. Unter der Annahme von Restrukturierungskosten erwartet Schindler für das Gesamtjahr einen Konzerngewinn zwischen 720 und 760 Millionen.

Ende Juli gab der Lift- und Rolltreppenhersteller bekannt, dass er ein grosses Sparprogramm einleitet und in den nächsten zwei Jahren weltweit bis zu 2000 streichen wird. Der Konzern will mit einer Restrukturierung und Kostenmassnahmen auf die in einzelnen Ländern stark eingebrochene Nachfrage reagieren. In der Schweiz sollen dabei bis zu 200 Stellen abgebaut werden.

Quelle: bz Basel