Der Schweizer Detailhandel wächst im August 2020 um 1,6%

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Das Schweizer Parlament

Die um Verkaufs- und Feiertagseffekte bereinigten Detailhandelsumsätze sind im August 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat nominal um 1,6% gestiegen. Saisonbereinigt sind die nominalen Detailhandelsumsätze gegenüber dem Vormonat um 2,1% zurückgegangen. Dies zeigen die provisorischen Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Die realen, um Verkaufs- und Feiertagseffekte bereinigten Detailhandelsumsätze sind im August 2020 im Vorjahresvergleich um 2,5% gestiegen. Die reale Entwicklung berücksichtigt die Teuerung. Gegenüber dem Vormonat sind die realen Detailhandelsumsätze saisonbereinigt um 1,9% zurückgegangen.

Entwicklung in den Branchen
Bereinigt um Verkaufs- und Feiertagseffekte verzeichnete der Detailhandel ohne Tankstellen im August 2020 gegenüber August 2019 ein Wachstum des nominalen Umsatzes von 2,8% (real +3,4%). Die Umsätze der Tankstellen sinken weiterhin (nominal: –12,4%; real +2.5%).

Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verbuchte eine Zunahme der nominalen Umsätze von 8,4% (real +8,1%), während der Nicht-Nahrungsmittelsektor ein nominales Minus von 1,7% registrierte (real –0,4%). Ein nach wie vor starkes Umsatzwachstum registrierten die Branchen «Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik» (+23,5%; real +33,1%) und «Marktstände, Versand und Internethandel» (+20,1%; real +20,8%). Die Branche «sonstige Güter
(Bekleidung, Apotheken, Uhren und Schmuck)» hingegen verzeichnete mit 13,2% weniger Umsatz (real –12,5%) den grössten Rückgang.

Saisonbereinigt verbuchte der Detailhandel ohne Tankstellen im August gegenüber dem Vormonat einen nominalen Umsatzrückgang von 2,2% (real –2,0%). Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verzeichnete einen nominalen Umsatzrückgang von 0,8% (real –0,3%). Der Nicht-Nahrungsmittelsektor registrierte ein nominales Minus von 2,9% (real –3,1%).

Pandemie und statistische ErgebnisseDie Covid-19-Pandemie fordert aktuell die gesamte Gesellschaft und Wirtschaft. Zur Messung der Auswirkungen muss das Bundesamt für Statistik (BFS) der Öffentlichkeit, insbesondere den Medien sowie den Entscheidungsträgerinnen und -trägern, auch unter diesen schwierigen Umständen weiterhin zuverlässige Daten liefern.

Die in dieser Medienmitteilung publizierten Ergebnisse wurden basierend auf den aktuell vorhandenen Datenbeständen berechnet. Sie können nach Bedarf berichtigt oder revidiert werden.

Anmerkung zur Methode
Die Zeitreihen stehen unbereinigt, kalender- und saisonbereinigt zur Verfügung und sind im Statistikportal aufgeschaltet: www.dhu.bfs.admin.ch

Im Weiteren gibt es eine Gliederung nach Warengruppen und nach Grössenklassen der
Unternehmen. Hier werden ausschliesslich unbereinigte Zahlen berechnet.
Die Resultate werden in indexierter Form (2015=100) sowohl nominal als auch real bereitgestellt. Die realen Werte ergeben sich aus der Preisbereinigung (Deflationierung) der nominalen Werte. Hierzu wird der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) verwendet. Um saisonal bedingte Schwankungen aus der Zeitreihe auszuschliessen, werden die Daten saisonbereinigt. Dies geschieht mit der Methode X12-ARIMA. Dabei wird jeweils die gesamte Zeitreihe neu berechnet. Alle Zeitreihen werden zudem um die Anzahl Kalendertage (nicht jeder Monat hat gleich viele Verkaufs- und Feiertage) bereinigt. Die angewandte Methode zur Kalenderbereinigung besteht darin, die Kalendereffekte mittels eines Regressionsmodells zu schätzen.
Das Modell berechnet für jede Serie ein durchschnittliches Gewicht der einzelnen Wochentage und wendet diese dann auf jeden Monat an. Mit den daraus berechneten Monatsfaktoren werden die Umsätze bereinigt. Die Bereinigung des Dezembers kann etwas verzerrt sein, da der Bereinigungsfaktor auf die gesamten Dezember-Umsätze angewandt wird, obwohl die Weihnachtsumsätze nicht von den Wochentagen abhängen. Im Dezember 2016 (ebenso 2011 und 2005) ist dieser Effekt besonders stark, da Weihnachten/Stephanstag auf Sonntag/Montag fielen und dieser Monat somit besonders viele umsatzstarke Wochentage aufweist.


Über die Erhebung
Die Detailhandelsumsatzstatistik basiert auf einer Zufallsstichprobe von rund 4000 Unternehmen. Sie ist eine Monatserhebung, wobei die kleinen Unternehmen vierteljährlich zu den monatlichen Umsatzahlen befragt werden.
Die Statistik basiert auf der internationalen Normen entsprechenden «Allgemeinen Systematik der Wirtschaftszweige» (NOGA) aus dem Jahr 2008, bei der die Betriebe aufgrund ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit den verschiedenen Wirtschaftszweigen zugeordnet werden.

Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS)