Easyjet will in der Schweiz 70 Stellen abbauen und zwei Flugzeuge grounden

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BZ Basel

Die Folgen der Coronakrise zwingen Easyjet in der Schweiz zu einer Sparrunde: In Basel und Genf sollen 70 Stellen gestrichen und zwei Flugzeuge auf dem Euroairport ausser Betrieb genommen werden.

(sat/dpa) Wie Easyjet Switzerland am Dienstag in einer Mitteilung schreibt, ist dazu am Montag formell ein Konsultationsverfahren mit den Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften gestartet worden. Laut eigenen Angaben hat das Unternehmen derzeit zwölf Flugzeuge in Basel stationiert und beschäftigt dort 450 Mitarbeitende. In Genf seien derzeit 15 Flugzeuge stationiert und es würden 570 Mitarbeitende beschäftigt.

«Dies sind schwierige Vorschläge in einer für Easyjet und für die gesamte Branche beispiellos schwierigen Zeit», lässt sich Jean-Marc Thevenaz, der Geschäftsführer von Easyjet Switzerland, in der Mitteilung zitieren. Um künftige Arbeitsplätze zu sichern, müsse das Unternehmen nun jedoch als erstes wirtschaftlich stabilisiert werden. Easyjet Switzerland verpflichte sich zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern.

Easyjet Switzerland erhielt vom Bund keine Coronahilfe

Bereits im Frühling hatte Easyjet europaweit ein erstes Sparpaket mit Massenentlassungen aufgrund der Coronakrise angekündigt. Damals war die Rede davon, dass ein Drittel der Beschäftigten entlassen werden soll. Weil die Folgen der Pandemie nun insbesondere für den Luftverkehr länger andauern als befürchtet, sucht die Branche nach Auswegen und muss harte Einschnitte organisieren. Das betrifft auch die finanzstarken und kostengünstig aufgestellten Billigflieger wie Ryanair oder Easyjet.

Die Fluggesellschaften optimieren und reduzieren seit Ausbruch der Coronapandemie flächendeckend Angebote und Crews mit ungewisser Perspektive. Zuletzt forderte ihr europäischer Verband als wichtigstes Mittel gegen die Krise einheitliche Reiseregeln. Anders als etwa die Lufthansa-Tochtergesellschaften Swiss und Edelweiss hat Easyjet Switzerland vom Bund allerdings keinen Coronakredit erhalten und hat dies immer wieder auch öffentlich kritisiert.

Quelle: bz Basel