Großer Wunsch nach mehr Transparenz in der Landwirtschaft

0
158
KMU Wirtschaft
  • 9 von 10 Verbrauchern fordern dies insbesondere von Vieh- und Nutztierbetrieben
  • Zwei Drittel wollen Kontakt zu Landwirten über digitale Medien
  • 31 Prozent wünschen sich Webcams in Ställen und auf Feldern


Müsli, Joghurt, Nackensteak: Viele Verbraucher wollen wissen, woher ihre Lebensmittel kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden. Zugleich fühlen sich viele Menschen von landwirtschaftlichen Betrieben und Nahrungsmittelproduzenten nicht ausreichend informiert. So fordern 92 Prozent, dass insbesondere Vieh- und Nutztierbetriebe mithilfe digitaler Technologien mehr Transparenz schaffen. 84 Prozent wollen genau wissen, woher ihr Essen kommt. Zwei Drittel (66 Prozent) sind der Meinung, dass Landwirte digitale Medien nutzen sollten, um Verbrauchern Einblick in ihre Arbeit zu gewähren. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.005 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren. „Mithilfe digitaler Medien können Landwirte mit verhältnismäßig wenig Aufwand ein hohes Maß an Transparenz schaffen und den Verbrauchern Einblicke in ihre Arbeit geben. Das schafft nicht nur Vertrauen, sondern erhöht zugleich die Wertschätzung für Lebensmittel und die landwirtschaftliche Arbeit“, sagt Andreas Schweikert, Bereichsleiter Landwirtschaft beim Bitkom.

So würde fast jeder Zweite (43 Prozent) gern Webseiten von Höfen oder Herstellern im Netz besuchen, fast jeder Vierte (22 Prozent) hat sich auf solchen Seiten schon einmal informiert. Jeder Dritte (32 Prozent) ist an Einblicken in die landwirtschaftliche Arbeit über soziale Medien wie Facebook, Instagram oder LinkedIn interessiert, doch erst 6 Prozent der Verbraucher konnten ein solches Angebot bereits wahrnehmen. Ebenfalls jeder Dritte (31 Prozent) würde gern über Webcams in Ställe, auf Felder oder in Produktionshallen schauen, doch kaum einer (2 Prozent) hatte bislang die Gelegenheit dazu. Jeder Vierte (24 Prozent) würde auch gern mit Landwirten und Erzeugern chatten, 5 Prozent haben dies schon einmal getan. „Die Verbraucher zeigen ein konkretes Interesse an mehr Einblick in die Produktion von Nahrungsmitteln. Jeder Landwirt sollte prüfen, ob und wo er einzelne digitale Lösungen für mehr Transparenz einsetzen kann“, betont Schweikert. Insgesamt sagen 92 Prozent der Verbraucher, es sei mehr Wertschätzung für Lebensmittel in Deutschland nötig.

  • Am 26. November 2020 können Sie die digitale Zukunft einer nachhaltigen Landwirtschaft auf der Digital Farming Conference erleben und gestalten. Diskutieren Sie mit Fachexperten aus der Landwirtschaft und Vordenkern aus der Digitalwirtschaft über digitale Technologien für mehr Tierwohl, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Informationen und kostenloses Ticket unter: https://farming-conference.de/
  • Virtuelles Netzwerken, spannende Vorträge & neue Insights: Das ist die Digital Transformation Week vom 23.-27. November 2020. Eine Woche lang gibt es Trends, Themen und neueste Technologien rund um die Digitale Transformation des Gesundheitswesens, der Mobilitätsbranche, des Energiesektors, der Landwirtschaft und des Handels. https://transformation-week.de

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.005 Personen in Deutschland ab 16 Jahren von Mitte September bis Anfang Oktober 2020 telefonisch befragt. Die Fragestellungen lauteten: „Einige Lebensmittelerzeuger und landwirtschaftliche Betriebe informieren im Internet oder in sozialen Medien über ihre Arbeit und die Herstellung Ihrer Produkte. Bitte sagen Sie mir, ob Sie sich vorstellen können, folgende Angebote zu nutzen?“ und „Welche Aussagen zur Digitalisierung und zur Transparenz der Landwirtschaft treffen Ihrer Ansicht nach zu? (Antworten für „trifft voll und ganz zu“ und „trifft eher zu“).“

Quelle: Bitkom