Nach Lockdown-Schock erholt sich das Geschäft von Valora langsam

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KMU- Wirtschaft
Quelle: bz Basel

Der Kioskkonzern Valora erzielt im dritten Quartal wieder einen Reingewinn. Weiterhin befinden sich aber viele Mitarbeiter in Kurzarbeit.

(mg) Das Geschäft von Valora hat sich im dritten Quartal erholt. So konnte dank Kosteneinsparungen und einer Erholung der Kundenfrequenzen wieder ein Reingewinn erwirtschaftet werden, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Dieser betrug 1,9 Millionen Franken. Auf das gesamte laufende Geschäftsjahr ergibt sich aber immer noch ein Verlust von 6,5 Millionen.

«Seit der schrittweisen Aufhebung des Covid-19-bedingten Lockdowns ab Ende April 2020 verzeichnet die Valora Gruppe eine kontinuierlich positive Umsatzentwicklung», heisst es in der Mitteilung. Zwar liegt man bei den Umsätzen immer noch unter den Vorjahreswerten, Valora spüre aber eine deutliche Erholung. Wichtig sei weiterhin das Instrument der Kurzarbeit: 17 Prozent aller Valora-Mitarbeiter befanden sich Ende September in Kurzarbeit. Finanzielle Entspannung erhofft sich das Unternehmen im «Dialog mit ihren Vermietern.» Hier laufen bereits die Verhandlungen für 2021.

«Es braucht Solidarität und Kompromissbereitschaft»

«Wir sind überzeugt, dass wir unser Geschäft dank der guten Marktpositionierung, der nachhaltigen Kostensenkungsmassnahmen und der diversen Investitionen in die Zukunft langfristig attraktiv halten werden», lässt sich Michael Mueller, CEO der Valora Gruppe, in der Mitteilung zitieren, Zwar sei Valora aufgestellt, es brauche aber «für die nachhaltige Bewältigung der negativen Auswirkungen die Solidarität und Kompromissbereitschaft sämtlicher Anspruchsgruppen.» Für das Geschäftsjahr 2020 rechnet Valora mit einem positiven EBIT von 10 bis 15 Millionen Franken.

Die Valora Holding AG hat ihren Sitz in Muttenz, im Kanton Basel-Landschaft. Zum Unternehmen gehören unter anderem die Marken avec, K Kiosk, Brezelkönig, Caffè Spettacolo und die Eigenmarke «ok.-». Im vergangenen Jahr machte Valora über 2 Milliarden Franken Umsatz und steigerte ihren Reingewinn um 23 Prozent auf 73,6 Millionen. Zudem erhielt sie den Zuschlag für die Bewirtschaftung von 262 Kiosk- und Convenience-Flächen der SBB.

Quelle: bz Basel