Swissmedic prüft nun auch dritten potenziellen Corona-Impfstoff

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KMU-Wirtschaft
Quelle: bz Basel

Die Zulassungsbehörde Swissmedic nimmt einen dritten potenziellen Corona-Impfstoff unter die Lupe. Geprüft wird eine Substanz des Herstellers Moderna, die teilweise aus der Schweiz kommen soll.

(wap) Der Hersteller Moderna habe sein Zulassungsgesuch für den potenziellen Corona-Impfstoff «mRNA-1273» erfolgreich eingereicht, meldete die Zulassungs- und Kontrollbehörde für Heilmittel Swissmedic am Freitag. Es handle sich um ein rollendes Zulassungsverfahren. In diesem werden Daten bereits vor den eigentlichen Zulassungsstudien von Swissmedic geprüft, was die Zulassung beschleunigt. In dem Verfahren würden alle Anforderungen «zur Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität» gleichbleibend sorgfältig geprüft, schreibt Swissmedic weiter.

Das Gesuch von Moderna ist das Dritte für einen Corona-Impfstoff, das Swissmedic prüft. Die beiden anderen Gesuche stammen von AstraZeneca und Pfizer/BioNTech. Der Impfstoff von Moderna soll teilweise in den Lonza-Werken in Visp produziert werden. Bereits im August hatte der Bundesrat mit Moderna einen Vertrag über die Lieferung von 4,5 Millionen Impfdosen abgeschlossen.

Von AstraZeneca wird die Schweiz 5,3 Millionen Impfdosen erhalten, dies dank einem Entgegenkommen der EU, welche EWR und EFTA-Ländern ermöglicht, Brüssel vertraglich zugesicherte Impfdosen über die schwedische Regierung zu beziehen. Bei Pfizer/BioNTech hat der Bund drei Millionen Impfdosen reserviert. Alle drei Impfstoffe sollen in der Schweiz unabhängig geprüft und zugelassen werden.

Am Mittwoch hatte der Bundesrat weitere 100 Millionen Franken für die Beschaffung von Impfstoffen gegen das Coronavirus gesprochen.

Quelle: bz Basel