Trotz Erholung: MEM-Industrie sieht kaum Hoffnungsschimmer am Horizont

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KMU-Wirtschaft
Quelle: bz Basel

Weniger Aufträge, weniger Umsatz und weniger Exporte: Die Coronakrise belastet die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) stark. Daran wird sich auch in nächster Zeit kaum etwas ändern.

(rwa) Die Auftragseingänge in der Schweizer MEM-Industrie sanken in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent, die Umsätze um 11,5 Prozent und die Exporte um 13,9 Prozent. Die Geschäftsentwicklung zeige zwar im dritten Quartal eine leichte Erholung, schreibt der Verband Swissmem in einer Mitteilung vom Donnerstag. «Es bestehen aber kaum Hinweise auf einen baldigen, nachhaltigen Aufschwung.»

Die zweite Coronawelle habe vielmehr die Gefahr eines erneuten Rückschlages gebracht, betont Swissmem. «Die Unsicherheiten sind sehr gross», wird Direktor Stefan Brupbacher in der Mitteilung zitiert. Der Verband fordert deshalb, dass das Covid-19-Kreditprogramm reaktiviert wird, um mögliche Liquiditätsengpässe auch nächstes Jahr überbrücken zu können. Klar sei auch, dass die Industrie weder kantonal noch national in einen Lockdown gezwungen werden dürfe.

Quelle: bz Basel