Umfrage zeigt: Konsumenten wollen Reparatur-Label für Elektrogeräte

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KMU Wirtschaft

Konsumenten unterstützen gemäss einer Umfrage die Einführung eines Labels, welches die Reparierbarkeit von Elektrogeräten bewertet. Die Stiftung Konsumentenschutz fordert die Politik nun zum Handeln auf.

(dpo) In Frankreich werden ab 2021 Elektrogeräte ein Label mit einem sogenannten Reparierbarkeitsindex tragen. Dieser zeigt an, wie einfach sich das Produkt im Schadensfall reparieren lässt. Ein solches Label wünschen sich auch Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz. In einer Umfrage der Allianz der Konsumentenschutzorganisationen befürworteten 98 Prozent der Befragten ein Reparatur-Label. Dies schreibt die Stiftung Konsumentenschutz (SKS) in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Laut der Umfrage hat eine deutliche Mehrheit der Konsumenten mindestens einmal bereits ein ansonsten einwandfreies Gerät weggeworfen, weil die Reparaturkosten zu hoch waren. Über drei Viertel der Befragten würden sogar ein Verkaufsverbot von Produkten unterstützen, die nicht repariert werden können.

Ein Reparatur-Label werde die Hersteller von Elektro- und Haushaltsgeräten dazu veranlassen, langlebigere Produkte anzubieten. Das schont wiederum die Umwelt, wie die SKS mitteilt. Basierend auf den Umfrageergebnissen werden die Konsumentenschützer nun versuchen, eine entsprechende Gesetzgebung voranzubringen. Zudem wolle die Allianz wieder die Durchführung von sogenannten Repair Cafés intensivieren, sobald es die epidemiologische Lage erlaube.

Quelle: bz Basel