Wegen Homeoffice rechnet öV-Branche mit weiteren Verlusten

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KMU- Wirtschaft
Quelle: bz Basel

Aufgrund der Homeoffice-Empfehlung des Bundesrates pendeln weniger Menschen. Die öV-Branche korrigiert deshalb ihre finanzielle Prognose nach unten.

(dpo) Die Züge in der Schweiz sind wieder halb leer, seitdem der Bundesrat Mitte Oktober empfohlen hat, möglichst wieder von zu Hause aus zu arbeiten. «Gegenüber der Vorjahreswoche sind bis am 1. November nur noch halb so viele Reisende in unseren Zügen unterwegs gewesen im Fernverkehr», sagt SBB-Sprecher Reto Schärli gegenüber Radio SRF am Dienstag.

Bereits während des Lockdowns verzeichneten die Bundesbahnen einen markanten Rückgang der Passagierzahlen. Die Situation im zweiten Halbjahr wird gemäss dem Sprecher der SBB nicht viel besser: «Das wird man auch in der Kasse spüren, aber genau beziffern können wir das nicht.»

Weniger GA verkauft

Thomas Ammann, Sprecher der öV-Branchenorganisation Alliance Swiss Pass, nennt dagegen konkrete Zahlen: «Gesamthaft gehen wir derzeit im öV davon aus, dass wir rund 1,7 Milliarden Franken im Jahr 2020 verlieren werden.» Zuvor rechnete die Organisation noch mit einem Verlust von 1,5 Milliarden Franken.

Der erwartete Rückgang sei auch darauf zurückzuführen, dass weniger Generalabonnements (GA) verkauft worden seien. «Wir gehen aufgrund der zweiten Welle nun davon aus, dass wir bis zu zehn Prozent weniger GA im Umlauf haben werden Ende Jahr», so Thomas Ammann von Alliance Swiss Pass.

Quelle: bz Basel